Die Eberesche ist ein Strauch oder Baum mit glatter Borke. Sie kann bis 15 m hoch werden und ein Alter von 120 Jahren erreichen. Ihre Blätter sind unpaarig gefiedert bis 20 cm lang, mit 9 – 15 länglich-elliptischen, etwa 2-6 cm langen Blättchen. Ihre weißen dichtgedrängten Blütenstände riechen fast unangenehm. Die Früchte werden leuchtend rot. Die anspruchslose Eberesche kommt fast in ganz Europa vor.
Für uns Menschen sind die rohen Früchte der Eberesche“ weniger verträglich, da sie eine auf den Darm wirkende Parasorbinsäure enthalten. Die bitteren, herbsauren Vogelbeeren, die reichlich Vitamin A und C enthalten, sind erst zubereitet genießbar. Deswegen ist auch die etwas mildere böhmische Art der Eberesche bei den Sammlern beliebter. In Nordostbayern wird aus den Vogelbeeren übrigens ein beliebter und bekannter Magenbitter hergestellt.
Die Vogelbeeren finden auch in der Naturheilkunde Verwendung: Hierbei werden Beeren als harntreibendes Mittel, sowie gegen Durchfall angewandt. Der Presssaft frischer Beeren wirkt auch als mildes Abführmittel. Aus den Blättern stellte man einen nicht gerade wohlschmeckenden Tee her. Der darin enthaltene Gerbstoff sollte bei Magen- und Darmverstimmungen helfen. Das biegsame und elastische Holz wurde früher besonders für Wagnerarbeiten verwendet. Es eignet sich aber auch für feine Schnitzereien.